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Das
Altai-Gebirge
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| Land der Goldenen Berge |
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Allgemeines: Die Altai-Region ist eine der interessantesten und zugleich unbekanntesten Gegenden Sibiriens. Politisch am Schnittpunkt der vier Staaten Russland, Kasachstan, China und der Mongolei gelegen, bildet das Gebiet gleichzeitig die geografische Mitte des kontinentalen Asiens. Der grösste Teil des Altai liegt auf dem Territorium der Autonomen Russischen Republik Altai mit der Hauptstadt Gorno-Altaisk. |
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Photo: K. Mikhailov |
Die
grösste Stadt der Gegend ist Barnaul, das auch Provinzhauptstadt des
Altaiskij Kraj, der Region Altai, ist. Barnaul gilt als das Tor zum Altai
und ist auch ein Knotenpunkt der Turksib, die in Novosibirsk von der
Transsibirischen Eisenbahn abzweigt. In der Nähe des Altai-Gebiets liegt
die Region Slavgorod, die hauptsächlich von Russlanddeutschen besiedelt
wird. Von Barnaul führt die von Novosibirsk kommende Eisenbahnlinie weiter bis zur Stadt Bijsk, die unmittelbar an den nördlichen Ausläufern des Altai-Gebirges, am Tschuisjkij-Trakt liegt. Von der Bergbau- und Industriestadt Bijsk gelangt man nur auf der Strasse oder mit dem Flugzeug weiter ins Altai-Gebirge. |
| Die höchste Erhebung des Altai ist der Belucha mit 4507 m. Das Gebirge ist geprägt durch die vielen kleinen und grösseren Seen und Flüsse und durch bis über 100 Meter dicke Gletscher, die besonders in Höhen über 3000 m fast die ganze Landschaft überziehen. Besonders im Frühsommer sind die reich blühenden Wiesen des Hochlands vor der Kulisse der schneebedeckten Berge ein sehr beeindruckender Anblick. Mehrere grosse Ströme Russlands haben im Altai ihren Ursprung. Die Flüsse Katun und Bija vereinigen sich zum Ob, der in Richtung Nordmeer Russland durchquert. Der Fluss Irtysch, der später ebenfalls in den Ob mündet, entspringt ebenfalls im Altai. |
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Natur und Ökologie: Das Altai-Gebirge ist gekennzeichnet durch eine sehr vielfältige Tierwelt. Besonders interessant ist die Population seltener Adler- und Falkenarten. Viele der hier vorkommenden Tierarten stehen in der "Roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Manche Arten, auch bei den Pflanzen, sind sogar endemisch, das heisst sie kommen nur hier vor. Es gibt im Altai auch Luchse, Bären, |
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| Wölfe und die sehr seltenen
Schnee-Leoparden.Unter den lohnenswerten
Zielen im Altai-Gebirge sind der Katunsky-Naturpark mit dem Tal des Flusses
Koksa und der Naturpark Altai mit dem Teletskoje-See besonders hervorzuheben.
Ausgangort für Touren im Katunsky-Naturpark ist die Ortschaft Ust-Koksa, die über eine teilweise miserable Strasse von Bijsk aus zu erreichen ist. Im Koksa- und im Katun-Tal kann man sowohl hervorragend mehrtägige Trekking-Touren machen und auch je nach Ausgangspunkt mehr oder weniger schwere Raftings unternehmen. Ausserdem eignen sich die Flüsse Bija und Kucherla sehr gut für Rafting-Touren. Im Katunsky-Naturpark gibt es eine Reihe sehr malerischer Gebirgsseen, die sich im Rahmen einer ausgiebigen Trekkingtour sehr gut erreichen lassen. Besonders die höher gelegenen Seen wie die Multinskie- und Kucherlinskoe-Seen belohnen mit beeindruckenden Bildern und Ausblicken. Der Teletskoje-See im Altai-Naturpark wird häufig aufgrund seines klaren Wassers und des Fischreichtums als der "Baikal des Altai" bezeichnet. Aufgrund der sommerlichen Erwärmung des Sees ist es im Winter hier sehr mild und es wachsen hier auf über 1800 m Höhe sogar Äpfel, die es in Sibirien sonst nirgends gibt. Der See hat die für einen Gebirgssee recht ungewöhnliche Tiefe von 325 Metern bei einer Länge von etwa 80 km. Aus dem Teletskoje-See entspringt der Fluss Bija, der später in Bijsk mit dem Katun zusammenfliesst und den Ob bildet. |
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Photo: V. Koval |
Klima
/ Wetter: Die beste Zeit für Trekking- oder Rafting-Touren im Altai-Gebirge ist zwischen Juli und September. In dieser Zeit ist auch die Fauna des Altai am interessantesten. Das Klima im Altai ist sehr kontinental mit strengen Wintern und mitunter sehr hohen Temperaturen im Sommer. Es kann hier bis zu 40°C heiss werden. Man kann im Altai-Gebirge aber auch im Winter unterwegs sein, z.B. auf einer Hochtour zu einem der Bergmassive wie dem Belucha oder dem Akk-Tru, die beide über 4000 Meter hoch sind. |
© Text: Andreas Kiefer, 02/2002
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