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Turkmenistan |
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Geographie / Klima:
Turkmenistan ist der südlichste Staat der früheren Sowjetrepubliken. Im Westen
grenzt Turkmenistan an das Kaspische Meer und ist umringt von seinen
Nachbarstaaten Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan und dem Iran. Über 80 % der
Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen. Im Westen erstrecken sich
die
Hochebene von
Turkmenbashi und der
Große
Balkan. Dieser fällt in Richtung
Süden zum
Karakum-Kanal (Turkmenischer Hauptkanal) ab, auf dessen anderer Seite die Landschaft
in das
Kopet-Dag-Gebirge übergeht, das sich
größtenteils im Iran befindet. In Turkmenistan erreicht der Berg Reza
2.942 m und im
Iran 3.191 m
Höhe. Während Richtung Südosten nach Afghanistan noch einige Ausläufer des
Gissargebirges aufragen, befindet
sich der höchste Berg des Landes, der
Ayrybaba mit seinen
3.139 m Höhe,
an der östlichen Grenze zu Usbekistan.
In Turkmenistan herrscht kontinentales Klima mit extrem heißen und trockenen
Sommern und kalten Wintern. Die hohen Temperaturen im Sommer sind durch die
niedrige Luftfeuchtigkeit relativ gut erträglich.
Im Süden ist das Klima etwas weniger kontinental
als im Norden, und die Temperaturen fallen selten unter −5 Grad. Die nördlichen
Bereiche an der usbekischen Grenze können im Winter mit Temperaturen bis zu -20
Grad extrem kalt werden.
Natur und Umwelt:
Die Wüste Karakum ist die größte Wüste Zentralasiens. Sie prägt das Gesamtbild
des Landes. Die Vegetation ist steppenartig, es wachsen meist Gräser,
Sträucher, Büsche und kleine Bäume. Trotzdem Turkmenistan in weiten Teilen von
Trockengebieten beherrscht wird, leben dort noch einige größere Tierarten, die
für die Steppengebiete charakteristisch sind. Dazu zählen Halbesel und
Kropfgazellen. In den bergigen Regionen im Süden findet man auch Bergziegen und
noch wenige hundert Exemplare des vom Aussterben bedrohten Persischen Leoparden.
Durch die zunehmende Sesshaftigkeit früherer Nomaden, ist neben der Abholzung
auch die Weidewirtschaft ein Problem. Um den sichtbaren Zeichen der
Desertifikation entgegenzuwirken, wurden einige erfolgreiche Projekte ins Leben
gerufen, die den Bauern zeigen, wie der Versandung entgegenzuwirken ist. Trotz
der extremen Bedingungen, leben viele Tierarten in der Wüste. Neben Insekten,
Reptilien und zahlreichen Vogelarten, findet man auch Säugetiere wie Sandluchse,
Schakale, Gazellen, Füchse, Springmäuse, Hasen, Igel oder Dachse.
Die Küste des Kaspischen Meeres ist das Winterquartier vieler Zugvögel und ein
Brutgebiet für Flamingos. Das Kaspische Meer ist immer noch sehr fischreich.
Unter sehr strengem Schutz steht der Stöhr, welcher der Lieferant für den echten
Kaviar ist und leider immer wieder von Wilderern gefischt wird.
Bevölkerung:
Von den ca. 6 Millionen Einwohnern des Landes, sind ungefähr 75 % Turkmenen. Zu
den Minderheiten gehören Russen, Usbeken, Kasachen, Tataren, Armenier ,
Aserbaidschaner und Koreaner. Die Turkmenen teilen sich in Stämme, die sich in
ihrem Dialekt, ihrem Schmuck, ihrer Kleidung und der Muster ihrer Teppiche
unterscheiden. Die vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam, der das
Leben der Turkmenen aber nicht bestimmt. Es gibt nur wenig verschleierte Frauen
und auch Alkohol wird konsumiert.
Wirtschaft und Verkehr:
Turkmenistan verfügt über große Erdölvorkommen. Neben dem Ölexport ist das
landwirtschaftliche Hauptprodukt die Baumwolle, welche auch weltweit exportiert
wird.
Der Verkehr in Turkmenistan läuft gebündelt entlang der alten Seidenstraße von
Usbekistan über die Hauptstadt Ashgabat nach Turkmenabashi am Kaspischen Meer.
Ein Großteil der Straßen durch die Wüste sind unbefestigt.
Kultur:
Die Turkmenen sind noch sehr eng verbunden mit ihrer alten Tradition und Kultur.
Die traditionelle Kleidung prägt das Bild auf den Straßen. Das Kunsthandwerk
wird Vielerorts noch nach traditioneller Überlieferung ausgeübt. Schon Marco
Polo bezeichnete die turkmenischen Teppiche als die schönsten der Welt. Der
turkmenische Schmuck zeigt meist die Zugehörigkeit zum eigenen Stamm, ihm wird
aber auch spirituelle Kraft nachgesagt. Die Vielfalt der einzelnen Schmuckstücke
ist grenzenlos. Der bedeutendste Dichter des Landes ist Magtumguly, der 1730 in
der Stadt Kara Kala geboren wurde. Er benutzte erstmals umgangssprachliche
Ausdrücke anstatt der gehobenen Literatursprache. So konnten seine Gedichte auch
vom normalen Volk verstanden werden, was ihm zu seiner Bekanntheit verhalf.
Verwaltung:
Turkmenistan ist in 5 Verwaltungsprovinzen aufgeteilt.
Politik & Recht:
Seit dem Jahre 1992 ist Turkmenistan eine säkuläre, präsidiale Republik. Das
Staatsoberhaupt ist der Präsident. Er ernennt die Minister, Richter,
Staatsanwälte und hat das Recht, das Parlament aufzulösen. In Turkmenistan ist
nur eine Partei zugelassen, Oppositionsparteien gibt es nicht.